Newsletter Mai 2016

Liebe Freundinnen und Freunde des Hauses, liebe jugendkulturell Interessierte,

es gibt wieder Neuigkeiten im Verlag!

Unsere erste, im letzten Newsletter angekündigte, Neuerscheinung ist heute eingetroffen:

  Peter Czoch
Ultras in Deutschland

ISBN:  

978-3-943774-88-7
210 x 210 mm, Hardcover

336 Seiten

18 Euro

Auch als pdf/Epub

Zum Inhalt:

„Ultras in Deutschland” gewährt Einblicke in die derzeit dynamischste Fankultur der hiesigen Fußballstadien und eine der am stärksten wachsenden Jugendkulturen der Gegenwart überhaupt. In Interviews kommen Einzelpersonen und Gruppen zu Wort Eingerahmt werden die O-Töne durch Beiträge von Wissenschaft, Journalistik und Sozialpädagogik, um auch andere Blickwinkel aufzuzeigen. So entsteht ein authentisches und differenziertes Bild der deutschen Ultraszene.

Peter Czoch, Jahrgang 1987, lebt in Berlin. Seine große Leidenschaft gilt dem Fußball und seiner Fankultur. Mit dem Studium der Sozialwissenschaften hat er angefangen, sich auch wissenschaftlich mit dem Sport und seinen Fans auseinanderzusetzen. Seitdem bewegt er sich zwischen Fankurve, sozialpädagogischer Arbeit und Wissenschaft.

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Wir starten eine Punk Edition! Neben regionalen Bänden wird es als ersten Titel einen prächtigen Bild- und Interviewband des Fotografen Tim Hackemack geben. Obwohl Punk ja schon seit seinem Entstehen immer wieder totgesagt wird, sind es unsere Punk-Bücher wie Gilbert Furians „Auch im Osten trägt man Westen“, „Keine Zukunft war gestern“ oder „No Future“, die bei uns kontinuierlich auf Interesse stoßen. Wir möchten diesen Bereich nun zu einer eigenen Punk Edition ausbauen: 2-3 schön gestaltete Titel pro Jahr, Aufbau eines spezifischen Vertriebsnetzes über die existierenden Punk-Mailorder und entsprechende Läden vor Ort (meldet Euch gerne bei Interesse!), regelmäßige Ausstellungen und andere Veranstaltungen in verschiedenen Regionen. Eine erste Wanderausstellung zum Titel von Tim Hackemack wird ihre Premiere am 3. Juni 2016 in der Sold Out Gallery in Bochum haben und anschließend in Bremen (1.-9. Juli, Rock & Wurst), Berlin (29. Juli – 21. August, Galerie Knoth & Kröger, direkt beim SO 36), Münster (26. August – 24. September), außerdem in Hamburg, München, Düsseldorf und Frankfurt am Main gezeigt werden. Zu dem Buch gibt es auch schon eine Homepage: www.yesterdayskids.de.

Punk hat jetzt 40 Jahre lang Geschichte geschrieben, mit Höhen und Tiefen, mal genial, mal peinlich, mal beides. Hat sich weiterentwickelt, neue Stile und Jugendkulturen geboren (Grufties, Hardcore), seine eigenen Wurzeln gekappt und wiederentdeckt. Die Punk-Geschichte hat es verdient, dokumentiert zu werden, in all ihren Facetten, mit all ihren Widersprüchen. Mal nostalgisch, mal desillusionierend. Wissenschaftlich und radikal autobiografisch. Für die Punks, die diese Geschichte mitschrieben, aber auch für die Jungen von heute und alle anderen, die sich für Punk und Subkulturen interessieren.

Und weil der erste Band „Yesterday’s Kids“ von Tim Hackemack ein ganz besonderer Titel ist, starten wir ihn auch ganz besonders: Die ersten 500 Exemplare werden als Special Edition von Tim handsigniert und nummeriert, mit einem exklusiven Schutzumschlag und Posterbeilage ausgeliefert. Exakt 121 Exemplare sind davon noch vorrätig – und natürlich nur direkt über unseren Shop zu bestellen, nicht im Buchhandel oder bei amazon.

  Tim Hackemack
Yesterday’s Kids

ISBN: 

978-3-945398-15-9
Großformat 210 x 280 mm, Hardcover

496 Seiten

36 Euro

 

 


Zum Inhalt

77 Personen hat der Fotograf Tim Hackemack porträtiert. Punks, die alle die 40 überschritten haben, die Kinder haben, die schon alt genug sind, um die nächste kleine Revolution zu starten. Unterschiedliche Personen, die viel oder gar nichts verbindet und die doch eine gemeinsame Geschichte erzählen. Vier Jahre hat Tim Hackemack an dem Projekt gearbeitet, neben seinem Job, seiner Familie und seiner eigenen Band, dabei über 15.000 km zurückgelegt, unzählige Stunden in Recherchen investiert. 
Die Bilder sind nach einer Punk-Devise entstanden: Red nicht – geh los! Keine Maske, keine stundenlangen Bildbearbeitungen. Die Protagonist_innen konnten sich die Locations selbst aussuchen und eigene Ideen einbringen. Auch an der Auswahl der Bilder waren sie beteiligt. 
Die Bilder zeigen Menschen mit Ecken und Kanten. Sie bestätigen und widerlegen zugleich den Mythos der Jugendkultur. 

Die Auslieferung des Buches erfolgt im Mai 2016.

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Im Weihnachtstrubel etwas untergegangen und dennoch nicht weniger spannend und wichtig: Swing Kids von Joerg Ueberall und Symbolik zwischen Leben und Tod von Agnes Trattner

Joerg Ueberall
Swing Kids

ISBN:  

978-3-943774-21-4
215 x 160 mm, Hardcover

192 Seiten

18 Euro

Auch als pdf/Epub

Zum Inhalt:

Die Leidenschaft der „Swing Kids“ für die „Negermusik“ Jazz und englische Kleidung, ihr Tanzstil und ihr aufmüpfiger Individualismus genügten den Nazis, um massiv gegen sie vorzugehen: Hunderte von Jugendlichen wurden wegen „Anglophilie“ in „Schutzhaft“ genommen, zumeist ohne offizielle Anklage oder Verhandlung, viele landeten im KZ.

Jörg Ueberall begab sich in Hamburg auf die Spuren der ersten städtischen Jugendsubkultur, die ihr Selbstverständnis aus der Musik zog. Er zeichnet die Entwicklung der Swing Kids von ihrer Entstehung 1936 bis zu ihrem (Nicht-)Ende 1943 – 1945 nach und erforschte, was aus den Opfern und Tätern wurde – bis heute.

  Agnes Trattner
Symbolik zwischen Leben und Tod

ISBN:  

978-3-943774-99-3

273 Seiten, Hardcover

28 Euro

 

Zum Inhalt:

Todessymbole wie Totenköpfe, Skelette und Knochen in Form von Tattoos, auf Kleidungs- und Schmuckstücken oder Accessoires sind seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts fester Bestandteil verschiedener jugendkultureller Szenen. Seit dem Beginn des neuen Jahrtausends erfahren die Symbole eine neue Dimension, da insbesondere Emos sie mit Lebenssymbolen wie Blumen, Schmetterlingen, Herzen und mit grellen, bunten Farben kombinieren. Sie führen damit Leben und Tod zumindest auf einer symbolischen Ebene zusammen und verleihen einem gesellschaftlich tabuisierten Thema Ausdruck. Da die Lebensphase Jugend in der wissenschaftlichen Literatur nicht vor dem Hintergrund einer anstehenden Vergänglichkeitsbewältigung interpretiert wird, bleibt in den vielfältigen Studien zur Adoleszenz offen, wie Jugendliche mit der gesellschaftlichen Verdrängung des Todes bzw. der Verklärung von Jugend umgehen und welche Bedeutung in diesem Zusammenhang jugendkulturelle Symbole sowie jugendkulturelle Gemeinschaften haben. Die Arbeit nähert sich diesen Fragen mit einem historischen Blick auf die kulturellen Umgangsformen mit Sterben und Tod sowie auf die gesellschaftlichen Vorstellungen von Jugend. Dabei werden die Zusammenhänge der gesellschaftlichen Todesverdrängung und der Verklärung von Jugend herausgearbeitet. Der Idealisierung von Jugend wird die reale Situation, in der sich Jugendliche befinden, gegenübergestellt, wobei der Fokus auf der Bewältigung von Vergänglichkeit als zentraler Aufgabe der Adoleszenz gerichtet ist. In einer empirischen Studie, die qualitative und quantitative Methoden verbindet, kommen Jugendliche, die eine Affinität zu Todessymbolen aufweisen, selbst zu Wort. Eine besondere Aufmerksamkeit erfährt die aktuelle und international verbreitete Jugendszene der Emos.

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Auf zwei weitere Bücher aus unserer Backlist möchten wir noch hinweisen:

+ Vor einem Vierteljahrhundert erschienen, immer noch hochaktuell:

Klaus Farin/ Eberhard Seidel
Krieg in den Städten

ISBN:  

978-3-940213-67-9

228 Seiten, Hardcover

12 Euro

 

Zum Inhalt:

Eine illusionslose Großreportage über die rivalisierenden Gangs der zweiten Migrantengeneration, rechte und linke Skinheads und Neonazis, politisierte Autonome und unpolitische Hooligans, die Strategien von Polizei und Sozialarbeit und über die haarsträubende Hilflosigkeit der Politik. Das inzwischen zu einem modernen Klassiker gewordene Buch erschien erstmals 1991 im Rotbuch Verlag, war lange Jahre vergriffen und nur über Ebay und Antiquariate zu teils horrenden Summen zu bekommen und wird nun im Originaltext von 1991 wiederveröffentlicht – ergänzt um ein ausführliches, analytisches Nachwort „20 Jahre danach“.

+ NSU-Prozess und NPD-Verbotsverfahren haben eines gemeinsam: In beiden Fällen wird ein zentraler Akteur, der eigentlich hinter den Kulissen bleiben wollte, aus dem Schatten ins Licht der Öffentlichkeit gezerrt: Claus Leggewie und Horst Meier plädieren in ihrem Band für die Abwicklung des Verfassungsschutzes

Claus Leggewie/ Horst Meier
Nach dem Verfassungsschutz

ISBN:  

978-3-943774-03-0  

220 Seiten, Hardcover

12 Euro

 

Zum Inhalt:

Der Verfassungsschutz steckt in einer tiefen Vertrauens­krise. Selbst konservative Politiker fordern Aufklärung über seine Verstrickungen ins Neonazi-Milieu und stellen seine Effektivität in Frage.

Claus Leggewie und Horst Meier analysieren den Verfassungsschutz als Fehlkonstruktion aus dem Kalten Krieg und geben Antworten – zu einem ständigen Skandalträger, der Millionen verschlingt und den niemand braucht – schon gar nicht eine Demokratie.

Für Rückfragen jeglicher Art stehen wir natürlich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen aus der Hertzbergstr 14,


Klaus Farin

Hirnkost KG, vormals Archiv der Jugendkulturen Verlag KG

Fidicinstraße 3, D – 10965 Berlin

Shop: Hertzbergstraße 14, 12055 Berlin-Neukölln (di – fr 13 – 18 Uhr)

Aktuelle Infos auch auf Facebook: www.facebook.com/Archiv.der.Jugendkulturen.Verlag.KG/timeline

E-Mail: prverlag@jugendkulturen.de 

www.shop.jugendkulturen.de 

www.jugendkulturen-verlag.de 

Registergericht: Amtsgericht Berlin-Charlottenburg,

HRA 34313 B; Ust.ldNr: DE241814691

Komplementär & Geschäftsführer: Klaus Farin

 

 

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